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Gas

Gasfritteusen sind gasbeheizte Fritteusen für die professionelle Gastronomie, bei denen das Frittierfett oder -öl im Becken über Gasbrenner erhitzt wird. Sie liefern hohe Heizleistung, kurze Aufheiz- und Wiederaufheizzeiten und arbeiten netzstromunabhängig vom Heizprinzip. Typische Bauformen sind Standgeräte und Tischgeräte mit ein oder zwei Becken für Pommes, Backwaren und panierte Speisen.

Einsatzbereiche und Bauformen

Gasfritteusen kommen überall dort zum Einsatz, wo hoher Frittierdurchsatz gefragt ist: in Imbissbetrieben, Schnellrestaurants, Hotelküchen, Kantinen und Großküchen. Der Vorteil der Gasbeheizung liegt in der hohen Brennerleistung, mit der das Frittiermedium schnell auf Temperatur kommt und nach dem Eintauchen großer Korbmengen rasch wieder nachheizt. Das hält die Frittiertemperatur stabil und sorgt für gleichmäßige Bräunung.

Üblich sind folgende Ausführungen:

  • Standgeräte mit Untergestell oder Unterschrank, oft mit zwei getrennten Becken für parallele Zubereitung unterschiedlicher Speisen.
  • Tischgeräte (Auftischfritteusen) für kleinere Küchen oder als Ergänzung an bestehenden Arbeitsflächen.
  • Geräte mit Kaltzone unterhalb der Brennerebene, in der sich Panierreste und Schwebstoffe absetzen, ohne zu verbrennen – das schont das Fett und verlängert dessen Standzeit.

Neben der gasbeheizten Variante bieten sich für stromorientierte Küchen die Elektro-Fritteusen an. Einen Überblick über das gesamte Sortiment geben die Fritteusen sowie der übergeordnete Bereich Frittiertechnik.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Beckenvolumen und Fettmenge: Das Fassungsvermögen je Becken (in Litern) bestimmt den möglichen Durchsatz pro Charge. Mehr Volumen bedeutet stabilere Temperaturen bei großen Mengen.
  • Brennerleistung (kW): Höhere Leistung verkürzt Aufheiz- und Wiederaufheizzeiten und ist bei Spitzenbetrieb entscheidend.
  • Anzahl der Becken: Zwei getrennte Becken erlauben das parallele Frittieren von Speisen ohne Geschmacksübertragung.
  • Gasart: Eignung für Erdgas (H/E) oder Flüssiggas (Propan/Butan) prüfen; viele Geräte sind durch Düsentausch umrüstbar.
  • Temperaturregelung und Sicherheit: Thermostat mit definiertem Temperaturbereich, Zündsicherung sowie Sicherheitstemperaturbegrenzer gegen Überhitzung.
  • Kaltzone und Ablasshahn: erleichtern Reinigung und Fettwechsel und verlängern die Standzeit des Frittiermediums.
  • Stellfläche und Aufstellung: Maße, Standgerät oder Tischvariante sowie der erforderliche Abstand zu brennbaren Flächen.

Material, Qualität und relevante Normen

Becken, Korpus und Frittierkörbe bestehen in der professionellen Gastronomie üblicherweise aus Edelstahl, der lebensmittelecht, korrosionsbeständig und leicht zu reinigen ist. Tiefgezogene Becken ohne Schweißnähte erleichtern die Reinigung und reduzieren Schmutzkanten. Gewerblich genutzte Gasgeräte unterliegen Anforderungen an Gas- und Verbrennungssicherheit; für den Anschluss und die Inbetriebnahme von gasbetriebenen Großküchengeräten ist eine fachgerechte Installation durch konzessionierte Fachbetriebe maßgeblich. Achten Sie auf eine zuverlässige Zündsicherung, die bei erloschener Flamme die Gaszufuhr unterbricht.

Betrieb und Pflege

Für lange Fettstandzeit und gleichbleibende Qualität ist regelmäßige Pflege entscheidend. Das Frittiermedium sollte gefiltert und bei Bedarf gewechselt werden; die Kaltzone ist von abgesetzten Resten zu befreien. Becken und Heizflächen werden nach dem Ablassen des Fetts gründlich gereinigt, Frittierkörbe entfettet. Brenner und Gaswege sind frei von Ablagerungen zu halten, damit die Verbrennung sauber bleibt. Vor jedem Einschalten ist auf ausreichenden Fettstand zu achten, um Trockenheizen zu vermeiden.

Häufige Fragen

Was ist der Vorteil einer Gasfritteuse gegenüber einer Elektrofritteuse?
Gasfritteusen bieten in der Regel eine hohe Heizleistung mit schneller Wiederaufheizung nach dem Eintauchen großer Mengen und arbeiten unabhängig von der elektrischen Anschlussleistung der Heizung. Das macht sie für durchsatzstarke Küchen attraktiv. Wer stromseitig aufstellen möchte, findet Alternativen unter den Elektro-Fritteusen.

Welche Gasart benötigt eine gewerbliche Gasfritteuse?
Gasfritteusen werden für Erdgas oder Flüssiggas (Propan/Butan) angeboten. Viele Geräte lassen sich durch den Tausch der Brennerdüsen auf die jeweils verfügbare Gasart umrüsten. Die passende Konfiguration sollte vor dem Anschluss festgelegt werden.

Wofür dient die Kaltzone in einer Fritteuse?
Die Kaltzone ist der kühlere Bereich unterhalb der Brennerebene, in dem sich Panier- und Speisereste absetzen, ohne zu verbrennen. Das hält das Frittiermedium länger sauber, reduziert Geschmacksübertragung und verlängert die Fettstandzeit.

Wie oft sollte das Frittierfett gewechselt werden?
Das hängt von Auslastung, Frittiergut und Filterung ab. Regelmäßiges Filtern, das Entfernen von Resten aus der Kaltzone und eine Sichtkontrolle auf Farbe, Geruch und Rauchpunkt sind die praxisgerechten Indikatoren für einen Wechsel.

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