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Decke

Deckenhauben sind raumdeckende Lüftungssysteme für die professionelle Gastronomie, bei denen die gesamte Küchendecke oder ein großflächiger Deckenbereich als Absaugfläche dient. Sie erfassen Wrasen, Fett und Wärme über mehreren Kochlinien gleichzeitig und eignen sich besonders für mittlere bis große Großküchen mit frei stehenden Kochblöcken (Inselbauweise).

Einsatzbereiche und Bauformen

Im Gegensatz zu einzelnen Wandhauben über einer Geräteline decken Deckenhauben einen kompletten Küchenbereich ab. Das macht sie zur bevorzugten Lösung, wenn Kochgeräte als Kochblock in Inselaufstellung in der Raummitte stehen und eine einzelne Haube nicht mehr alle Dampf- und Wärmequellen erfasst.

  • Lüftungsdecken (Deckenkanalsysteme) – die komplette Decke wird als geschlossenes Abluftsystem ausgeführt; ideal für große, offene Produktionsküchen.
  • Deckenhauben in Kassettenbauweise – modular über definierten Kochzonen montiert, mit integrierten Aerosol- bzw. Flammschutzfiltern.
  • Zu- und Abluftausführungen – kombinieren Fortluftabsaugung mit zugfreier Zuluftzufuhr für ein ausgeglichenes Raumklima.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Erfassungsfläche und Raumgeometrie – Deckenfläche, Raumhöhe und Anordnung der Kochgeräte bestimmen die Auslegung.
  • Abluftvolumenstrom – muss zur Wärme- und Wrasenlast der darunter betriebenen Geräte passen.
  • Filtertechnik – Edelstahl-Aerosolabscheider (Flammschutzfilter) zur Fettabscheidung, optional mit UV- oder Aktivkohlestufe zur Geruchsminderung.
  • Zuluftführung – integrierte Zuluft sorgt für zugfreies Arbeiten und gleicht die abgesaugte Luftmenge aus.
  • Beleuchtung – feuchtraumgeeignete, gekapselte Leuchten zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.

Material, Qualität und relevante Normen

Deckenhauben werden aus Edelstahl (V2A / 1.4301) gefertigt, da dieser korrosionsbeständig, hitzeunempfindlich und hygienisch leicht zu reinigen ist. Für die fachgerechte Auslegung und Errichtung von Küchenlüftungsanlagen sind in Deutschland insbesondere die VDI 2052 (Raumlufttechnik für Küchen) und die DIN 18869 (gewerbliche Küchenlüftungshauben) maßgeblich. Die eingesetzten Aerosolabscheider sollten brandschutzgerecht ausgeführt sein, um die Fettablagerung im Abluftkanal zu minimieren.

Betrieb und Pflege

Eine fachgerechte Wartung sichert Effizienz und Brandschutz. Die Aerosolfilter lassen sich entnehmen und sind spülmaschinen- oder beckengeeignet; eine regelmäßige Reinigung verhindert Fettansammlungen. Auffangrinnen und Kondensatabläufe sollten kontrolliert, Abluftkanäle nach Betriebsintensität gereinigt werden. Bei Zu-/Abluftsystemen ist auf einen ausgeglichenen Luftbilanz-Betrieb zu achten, damit kein Unterdruck im Küchenraum entsteht.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich eine Deckenhaube statt einer Wandhaube?
Eine Deckenhaube ist sinnvoll, wenn Kochgeräte als Inselblock frei im Raum stehen oder mehrere Kochlinien gleichzeitig erfasst werden müssen. Steht die Geräteline an der Wand, ist meist eine Wandhaube die wirtschaftlichere Wahl.

Welcher Volumenstrom ist erforderlich?
Der nötige Abluftvolumenstrom richtet sich nach der Wärme- und Wrasenlast der darunter betriebenen Geräte und der Erfassungsfläche. Die Berechnung erfolgt nach VDI 2052; eine fachliche Auslegung ist Pflicht.

Brauchen Deckenhauben eine Zuluftzufuhr?
Ja, bei größeren Absaugleistungen sollte die abgesaugte Luftmenge durch kontrollierte Zuluft ausgeglichen werden, um Unterdruck und Zugerscheinungen zu vermeiden. Viele Ausführungen integrieren die Zuluft direkt in die Deckenkonstruktion.

Wie oft müssen die Filter gereinigt werden?
Das hängt von der Betriebsintensität ab. In Vollküchen empfiehlt sich eine Reinigung der Aerosolfilter mehrmals pro Woche, in Betrieben mit geringerer Belastung wöchentlich. Eine regelmäßige Reinigung ist zugleich aktiver Brandschutz.

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