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Elektro

Elektroherde sind elektrisch beheizte Standkochgeräte für die professionelle Küche, deren Kochfläche aus mehreren Kochzonen (Gusseisen-Kochplatten, Ceran- oder Glaskeramikflächen) besteht. Sie wandeln Strom über Heizwiderstände in Wärme um, arbeiten ohne offene Flamme und eignen sich für Standorte ohne Gasanschluss. Typisch sind robuste Edelstahlausführungen mit optionalem Unterbau-Backofen.

Einsatzbereiche und Bauformen

Elektroherde kommen überall dort zum Einsatz, wo eine zuverlässige, flammenlose Wärmequelle benötigt wird – in Restaurantküchen, Kantinen, Hotels, Imbissbetrieben und Großküchen. Da sie keinen Gasanschluss erfordern, sind sie besonders flexibel in der Standortwahl und gelten als Alternative oder Ergänzung zu Gas- und Induktionstechnik.

Gängige Bauformen sind Standherde mit Unterbau (offener Unterschrank oder integrierter Elektro-Backofen), Tischgeräte für kleinere Küchen sowie Modulgeräte für die Zusammenstellung von Kochblöcken. Die Kochfeldzahl reicht typischerweise von zwei bis sechs Zonen. Bei den Kochflächen unterscheidet man zwischen runden Gusseisen-Kochplatten und durchgehenden Glaskeramik-Strahlungsfeldern.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Kochflächenart: Gusseisenplatten sind unempfindlich und kostengünstig; Glaskeramikfelder heizen schneller auf und sind leichter zu reinigen.
  • Anschlussleistung und Stromart: Gewerbliche Geräte benötigen in der Regel einen Starkstromanschluss (400 V Drehstrom); die Gesamtleistung in kW muss zur vorhandenen Elektroinstallation passen.
  • Zonenanzahl und Leistung je Zone: bestimmt den parallelen Durchsatz und die Eignung für hohe oder niedrige Kochleistungen.
  • Unterbau: Wahl zwischen offenem Unterschrank, geschlossenem Schrank oder integriertem Backofen je nach Platzangebot und Arbeitsabläufen.
  • Regelung: stufenlose Energieregler oder Stufenschalter; Restwärmeanzeige bei Glaskeramik erhöht die Arbeitssicherheit.
  • Abmessungen und Modulmaß: für die Einbindung in bestehende Kochblöcke und Arbeitslinien.

Material, Qualität und relevante Normen

Gehäuse und Arbeitsflächen professioneller Elektroherde bestehen überwiegend aus Edelstahl (häufig CrNi-Stahl), der korrosionsbeständig, lebensmittelecht und leicht zu reinigen ist. Gewerblich genutzte Elektrokochgeräte müssen den einschlägigen elektrischen Sicherheits- und EMV-Anforderungen entsprechen (CE-Kennzeichnung). Für die Eignung im Lebensmittelkontakt sind die verwendeten Materialien entsprechend ausgelegt. Achten Sie auf eine fachgerechte Installation des Festanschlusses durch eine Elektrofachkraft.

Betrieb und Pflege

Gusseisen-Kochplatten sollten trocken gehalten und gelegentlich leicht eingeölt werden, um Rost vorzubeugen. Glaskeramikflächen werden nach dem Abkühlen mit geeigneten Reinigern und Schaber von Eingebranntem befreit. Edelstahlflächen werden in Schliffrichtung gewischt. Restwärme nach dem Abschalten lässt sich zum Warmhalten oder Energiesparen nutzen. Regelmäßige Kontrolle von Anschluss und Reglern verlängert die Lebensdauer. Wer eine schnellere, energieeffizientere Alternative sucht, findet diese bei Induktionsherden; für Betriebe mit Gasanschluss bieten sich Gasherde an.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich ein Elektroherd gegenüber einem Gasherd?
Ein Elektroherd ist sinnvoll, wenn kein Gasanschluss vorhanden ist oder kein Gasbetrieb gewünscht wird. Er arbeitet flammenlos, ist standortflexibel und wartungsarm. Den vollständigen Überblick über alle Herdarten finden Sie in der Kategorie Herde.

Welcher Stromanschluss ist für einen gewerblichen Elektroherd nötig?
Gewerbliche Elektroherde benötigen in der Regel einen Starkstromanschluss mit 400 V Drehstrom. Die erforderliche Absicherung richtet sich nach der Gesamtanschlussleistung des Geräts; der Festanschluss muss von einer Elektrofachkraft vorgenommen werden.

Worin unterscheiden sich Gusseisen- und Glaskeramik-Kochfelder?
Gusseisenplatten sind robust, unempfindlich gegen Stöße und preiswert, heizen aber langsamer auf. Glaskeramikfelder erreichen schneller die gewünschte Temperatur, lassen sich leichter reinigen und verfügen oft über eine Restwärmeanzeige.

Ist ein Elektroherd dasselbe wie ein Induktionsherd?
Nein. Ein klassischer Elektroherd erhitzt die Kochfläche über Heizwiderstände, ein Induktionsherd erzeugt die Wärme direkt im Kochgeschirr über ein Magnetfeld. Induktion ist meist schneller und energieeffizienter, erfordert aber induktionsgeeignetes Kochgeschirr.

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