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Gas

Ein Gas-Pastakocher ist ein gasbeheiztes Gargerät zum kontinuierlichen Garen von Pasta, Reis, Klößen, Gnocchi und Gemüse in sprudelnd kochendem Wasser. Über offene Brenner unter dem Edelstahlbecken wird das Wasser schnell auf Temperatur gebracht und gehalten, sodass auch bei hohem Durchsatz konstant kurze Garzeiten erreicht werden.

Einsatzbereiche und Bauformen

Der Gas-Pastakocher ist auf Betriebe ausgelegt, in denen über mehrere Stunden hinweg laufend portionsweise gegart wird – etwa in der italienischen Gastronomie, in Betriebsrestaurants, bei Caterern und in Großküchen. Die Gasbeheizung punktet vor allem dort, wo eine hohe Heizleistung und schnelle Reaktion gefragt sind oder kein ausreichend dimensionierter Starkstromanschluss vorhanden ist.

Typische Bauformen sind das kompakte Tischgerät für die Aufstellung auf Unterbauten oder Arbeitsflächen sowie das Standgerät als freistehende Einheit, das sich modular in eine Kochlinie einfügt. Charakteristisch sind das tiefe Garbecken sowie der seitliche oder rückseitige Überlauf, über den freigesetzte Stärke abgeschwemmt wird und das Kochwasser sauber bleibt. Wer stattdessen elektrisch beheizte Geräte sucht oder Bauformen vergleichen möchte, findet diese in der Unterkategorie Elektro-Pastakocher.

Wichtige Auswahlkriterien

  • Beckenvolumen – maßgeblich für die Anzahl gleichzeitig garbarer Portionen; gängig sind Becken um 24 bis 40 Liter.
  • Heizleistung in kW – bestimmt, wie schnell das Wasser aufheizt und nach dem Einsetzen kalter Körbe wieder den Kochpunkt erreicht.
  • Gasart – Eignung für Erdgas (H-Gas/L-Gas) oder Flüssiggas (Propan), inklusive passender Düsen für den Umbau.
  • Anzahl und Format der Körbe – mehrere kleine Körbe erlauben portionsgenaues Garen, große Körbe erhöhen den Durchsatz.
  • Wasserzulauf und Überlauf – fester Frischwasseranschluss und Ablauf erleichtern Nachfüllen und Stärkeabscheidung.
  • Zündung und Sicherung – Piezo- oder elektrische Zündung sowie Zündsicherung gegen unkontrolliertes Ausströmen von Gas.

Material, Qualität und Normen

Becken, Gehäuse und Arbeitsflächen bestehen aus lebensmittelechtem Edelstahl (üblicherweise CrNi-Stahl, 1.4301), der korrosionsbeständig, hitzefest und leicht zu reinigen ist. Tiefgezogene oder fugenarm verschweißte Becken vermeiden Schmutzkanten. Gasgeräte für den gewerblichen Einsatz müssen den einschlägigen Anforderungen an Gasverbrauchseinrichtungen entsprechen und tragen das CE-Kennzeichen; auf eine sachgerechte Installation durch einen zugelassenen Fachbetrieb sowie ausreichende Be- und Entlüftung des Aufstellraums ist zu achten.

Betrieb und Pflege

Im Betrieb sollte das Becken regelmäßig über den Überlauf von Stärke befreit und das Kochwasser bei Bedarf gewechselt werden, um Garqualität und Hygiene zu sichern. Nach Schichtende werden Becken und Körbe entleert, gereinigt und Brenner sowie Düsen frei von Speiseresten gehalten. Kalkablagerungen lassen sich je nach Wasserhärte durch periodisches Entkalken vermeiden. Eine wiederkehrende Sicht- und Funktionsprüfung der Gasführung durch Fachpersonal hält das Gerät betriebssicher.

Häufige Fragen

Wann lohnt sich ein Gas-Pastakocher gegenüber einem Elektrogerät?
Ein Gas-Pastakocher ist sinnvoll, wenn hohe Heizleistung schnell verfügbar sein soll oder kein ausreichender Starkstromanschluss vorhanden ist. Wo elektrische Anschlüsse vorliegen, kann ein Elektro-Pastakocher die einfachere Wahl sein.

Welches Beckenvolumen brauche ich?
Das hängt vom erwarteten Durchsatz ab. Für à-la-carte-Service reichen oft Becken um 24 bis 28 Liter mit mehreren Portionskörben; für hohen Andrang sind größere Becken ab etwa 40 Litern vorteilhaft.

Kann ich das Gerät mit Flüssiggas betreiben?
Viele Geräte sind für Erdgas und Flüssiggas geeignet, sofern die passenden Düsen verbaut werden. Der Umbau und die Inbetriebnahme sollten ausschließlich durch einen zugelassenen Gas-Fachbetrieb erfolgen.

Wie halte ich das Kochwasser möglichst lange klar?
Über den seitlichen oder rückseitigen Überlauf wird gelöste Stärke laufend abgeschwemmt. Ein angeschlossener Frischwasserzulauf ergänzt verdunstetes Wasser, sodass seltener komplett gewechselt werden muss.

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