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Dosierung

Die Dosiertechnik umfasst alle Geräte und Anlagen, die Reiniger, Klarspüler und weitere Spülchemie in gewerblichen Spülmaschinen automatisch und mengengenau zudosieren. Dosierpumpen und Dosieranlagen sorgen für eine konstante, wirtschaftliche Chemiezufuhr, optimale Spülergebnisse und einen sicheren, hygienischen Betrieb in Großküchen, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Einsatzbereiche und Bauformen

Dosiergeräte werden überall dort eingesetzt, wo Spülchemie reproduzierbar und ohne manuelle Eingriffe zugeführt werden soll. Sie sind fester Bestandteil moderner Geschirr-, Gläser- und Haubenspülmaschinen sowie von Korbtransport- und Bandspülanlagen. Typische Bauformen unterscheiden sich nach Antriebsprinzip und Einsatzort:

  • Schlauchquetschpumpen (Peristaltikpumpen) – robuste, wartungsarme Dosierpumpen, die Chemie über einen verschleißarmen Quetschschlauch fördern; verbreitet für Reiniger und Klarspüler.
  • Membran-Dosierpumpen – für präzise, druckstabile Förderung auch bei höheren Gegendrücken.
  • Reiniger-Dosierpumpen – meist mengen- oder konzentrationsgesteuert, abgestimmt auf den Tankinhalt der Maschine.
  • Klarspüler-Dosierpumpen – dosieren in den Nachspülgang für tropfenfreies Trocknen und glanzklare Ergebnisse.
  • Konzentrat- und Zentraldosieranlagen – für mehrere Maschinen oder hohen Chemieverbrauch, oft mit Kanisterleer-Meldung.

Wichtige Auswahlkriterien

Damit die Dosieranlage zur Spülmaschine und zum Betrieb passt, sind folgende Punkte entscheidend:

  • Förderleistung (ml/min) – muss zu Tankvolumen und Spültakt der Maschine passen.
  • Dosiermedium – Eignung für Reiniger (alkalisch) und/oder Klarspüler; chemikalienbeständige Schlauch- und Dichtungsmaterialien.
  • Ansteuerung – konzentrationsgeregelt (Leitwert/Sonde), zeitgesteuert oder über Maschinensignal.
  • Saug- und Druckseite – passende Schlauchlängen, Saughöhe und Anschlussgarnituren.
  • Sicherheitsfunktionen – Leermeldung der Kanister, Schutz gegen Trockenlauf, Spritzwasserschutz (IP-Schutzart).
  • Kompatibilität – Abstimmung auf vorhandene Maschine und auf die übrige Spülchemie und Wasseraufbereitung.

Material, Qualität und Hygiene

Dosiergeräte stehen in unmittelbarem Kontakt mit aggressiven Reinigungschemikalien und arbeiten im feuchten, warmen Spülmaschinenumfeld. Deshalb kommen chemikalienbeständige Kunststoffe, säurefeste Dichtungen und korrosionsbeständige Bauteile zum Einsatz. Für den professionellen Betrieb sind eine spritzwassergeschützte Bauweise und eine zuverlässige Dosiergenauigkeit wesentlich, da Unter- oder Überdosierung sowohl die Hygiene als auch die Betriebskosten beeinflusst. Eine korrekte Dosierung unterstützt die HACCP-konforme Reinigung, weil definierte Chemiekonzentrationen für reproduzierbar saubere und keimarme Ergebnisse sorgen. Die Wirksamkeit der Chemie hängt zudem von der Wasserqualität ab – sehr hartes oder unbehandeltes Wasser kann den Reiniger- und Klarspülerbedarf erhöhen.

Betrieb und Pflege

Für einen störungsfreien Betrieb sollten Sauglanzen, Schläuche und – bei Peristaltikpumpen – die Quetschschläuche regelmäßig kontrolliert und nach Herstellervorgabe getauscht werden. Die Dosiermenge ist auf Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und verwendete Chemie abzustimmen. Eine vorgeschaltete Wasserenthärtung oder eine Umkehrosmose reduziert Kalkbelastung und Spülmittelverbrauch und entlastet die Dosiertechnik. Leere Kanister sollten zügig getauscht und Ansaugleitungen entlüftet werden, um Trockenlauf und Dosierschwankungen zu vermeiden.

Häufige Fragen

Was macht eine Dosierpumpe in der Spülmaschine?
Eine Dosierpumpe fördert eine genau eingestellte Menge an Reiniger oder Klarspüler in die Spülmaschine. Dadurch wird die Chemie automatisch, gleichmäßig und wirtschaftlich zugeführt, was konstant gute Spülergebnisse und einen hygienischen Betrieb sicherstellt.

Worin unterscheiden sich Reiniger- und Klarspülerdosierung?
Die Reinigerdosierung gibt das alkalische Reinigungsmittel in den Spültank, während die Klarspülerdosierung im Nachspülgang erfolgt. Klarspüler sorgt für schnelles, tropfenfreies Abtrocknen und glanzklares Geschirr und Gläser; beide Dosierungen werden getrennt eingestellt.

Wie wird die richtige Dosiermenge eingestellt?
Die Dosiermenge richtet sich nach Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und den Vorgaben des Chemieherstellers. Konzentrationsgeregelte Anlagen messen über eine Sonde und dosieren automatisch nach, andere Geräte werden zeit- oder mengengesteuert auf das Tankvolumen abgestimmt.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Dosierung?
Hartes oder mineralreiches Wasser erhöht den Chemiebedarf und kann zu Kalkablagerungen führen. Eine vorgeschaltete Wasseraufbereitung wie Enthärtung oder Osmose senkt den Verbrauch von Reiniger und Klarspüler und verbessert das Spül- und Trocknungsergebnis.

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